Geschichte

Die Biotürme sind das Einzige, was von der 1952 in Betrieb genommenen Braunkohlengroßkokerei geblieben ist. Sie standen am Ende der technologischen Kette der Kokserzeugung und hatten die Aufgabe, phenolhaltiges Wasser mit Hilfe von Bakterien zu reinigen. Bis zum Jahre 2002 taten sie ihren Dienst.

Während für die meisten industriekulturellen Relikte der Kohlezeit in Lauchhammer jede Hilfe zu spät kam, wurden die Biotürme unter Denkmalschutz gestellt und durch engagierte Menschen gerettet. Sie gehören heute einer gemeinnützigen Tochtergesellschaft der Stiftung Kunstgussmuseum Lauchhammer und sind einer der Leuchttürme der Internationalen Bauausstellung „Fürst-Pückler-Land“.

Am 17. Juli wurden die Biotürme Lauchhammer nach fast dreijähriger Sanierungsphase eröffnet. Kulturministerin Prof. Johanna Wanka und Infrastrukturminister Reinhold Dellmann, die wichtige Anteile am Gelingen dieses Projektes haben, durchschnitten das Rote Band.
Die Biotürme sind regelmäßig Samstags und sonntags zwischen 10 und 18 Uhr zu besichtigen. Nach Vereinbarung sind auch andere Zeiten möglich: Tel 03574-870473 (Traditionsverein Braunkohle e. V.)