Die Biotürme sind das Einzige, was von der 1952 in Betrieb genommenen Braunkohlengroßkokerei geblieben ist. Sie standen am Ende der technologischen Kette der Kokserzeugung und hatten die Aufgabe, phenolhaltiges Wasser mit Hilfe von Bakterien zu reinigen. Bis zum Jahre 2002 taten sie ihren Dienst.
Während für die meisten industriekulturellen Relikte der Kohlezeit in Lauchhammer jede Hilfe zu spät kam, wurden die Biotürme unter Denkmalschutz gestellt und durch engagierte Menschen gerettet. Sie gehören heute einer gemeinnützigen Tochtergesellschaft der Stiftung Kunstgussmuseum Lauchhammer und sind einer der Leuchttürme der Internationalen Bauausstellung „Fürst-Pückler-Land“.